Appalachian Trail (AT)


13    Maine 451 km


Schon bald nachdem ich in Maine, dem nördlichsten Staat des AT, angekommen war, musste ich die Mahoosuc Notch durchklettern. Hier führt der AT über und unter den Felsen durch eine Schlucht. Und dass über mehrere Kilometer. Zum Teil muss der Rucksack abgenommen werden. Ich kam nur sehr langsam voran. Hier soll in einigen Felslöchern ganzjährig Eis sein.


An der East B Hill Road ließ ich mich abholen und nach Andover fahren. Der Wagen wartete bereits auf mich. Hier endete mein vorletzter Abschnitt. Im nächsten Jahr fuhr ich mit dem Greyhound Bus von Boston nach Pinkham Notch in New Hampshire. Dadurch hatte ich das Vergnügen zum zweiten Mal durch Mahoosuc Notch zu klettern. Dieses Mal empfand ich die Kletterei als nicht so schwierig.


Der Kennebek River wird dann in einem Kanu gequert. Im Kanu ist eine Wegmarkierung angebracht damit ja keiner versucht durch den Fluss zu waten. Oberhalb gibt es einen Staudamm der unangekündigt größere Wassermengen freigibt. Vor Jahren ist hier eine Wanderin ertrunken. Bevor man an Bord gehen kann, muss eine Haftungsfreistellung unterschrieben werden.


Hier in Maine ist dann die Hundred Mile Wilderness zu durchwandern. Wobei dies mit der Wilderness heute nicht mehr stimmt. Der Wanderweg ist ein schmaler Korridor der auf beiden Seiten von bewirtschafteten Wäldern umgeben ist. Und dann führt auch noch eine Straße hier durch.


Hier gibt es dann auch die Gulf Hagas Gorch. Dies wird von machen als der Grand Canyon von Maine bezeichnet. Ist ganz nett aber so richtig beeindruckt war ich nicht.


In Maine holte ich mir mehrfach nasse Füße. Hier waren die einzigen Flüsse die gefurtet werden mussten.


Eine schöne Abwechslung ist dann White House Landing. Etwa eine Meile abseits vom Weg kommt man an einen Bootsanleger. Hier ist ein Nebelhorn zu bedienen und schon bald kommt vom gegenüberliegenden Seeufer ein Motorboot an. Drüben angekommen gibt es dann einen Hamburger mit 454 Gramm (Ein Pound) Hackfleisch. Während des Essens kam ein so starker Schauer auf, dass der Wirt es uns sogar erlaubte die Rucksäcke mit reinzunehmen. Ich übernachtete hier aber nicht ohne abends noch eine Pizza gegessen zu haben.


Zwei Tage vor dem Ende der Wanderung wurde mir von Campern auf dem Campingplatz an der Abol Bridge für die Nacht deren Zelt zur Verfügung gestellt. Sehr angenehm. Am nächsten Tag ging es dann zur letzten Hütte, The Birches. Hier in der Nähe hatten Indianer eine Veranstaltung bei der ich etwas zusehen konnte. Am nächsten Morgen ging es dann rauf auf den Berg Katahdin. In der Rangerstation hatte ich meinen Rucksack abstellen können und gegen einen kleinen Tagesrucksack eingetauscht. Wir waren vier Wanderer über Nacht gewesen. Die drei anderen waren schon vor mir im dunkeln losgegangen. Als ich dann oben am Ende ankam war ich größtenteils in den Wolken. Zum Glück trafen dort einige Tageswanderer ein. So bekam ich dann auch noch mein Foto vom Ziel. Dann ging es wieder zurück zur Rangerstation. Hier wurde ich vom Betreiber des Hostels in Millinocket abgeholt.


Mit diesem Abschnitt hatte ich den Appalachian Trail komplett gewandert.


Klettern unter und über den Felsen am Mahoosuc Notch, Maine


Der Kennebek River wird im Kanu gequert, Maine


Middle Mountain, Maine


Zu Fuß durch den West Branch Pleasant River, Maine


White House Landing, Maine


Katahdin von Abol Bridge aus gesehen, Baxter State Park, Maine


Am Ziel der Wanderung, Katahdin, Baxter State Park, Maine



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Last updated on 10.11.2017